Auf Einladung der Kooperationspartner der „Deutschen Vulkanstraße“ begaben sich rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf eine spannende Entdeckungstour durch die Osteifel. Gemeinsam hatten die Vulkanregion Laacher See, die Vulkanpark GmbH sowie der Naturpark und UNESCO Global Geopark Vulkaneifel touristische Akteure zu einer ganztägigen Bustour eingeladen.
Der Auftakt erfolgte am historischen Kran in Weibern. Unterstützt wurden die Organisatoren von den Heimatfreunden sowie dem Steinhauerverein Weibern, die mit großem Engagement Einblicke in die regionale Geschichte ermöglichten.
In zwei Gruppen aufgeteilt, erkundeten die Teilnehmer zunächst die traditionsreiche Tuffsteinverarbeitung. Auf dem Gelände des Steinhauervereins erläuterte Bernhard Klapperich anschaulich die Entstehung und Bedeutung des Tuffs für die Region, während Manfred Dahm die handwerkliche Bearbeitung des Gesteins eindrucksvoll demonstrierte. Parallel dazu führte eine zweite Gruppe durch das Tuffsteinmuseum, wo die Besucher spannende Einblicke in die Geschichte, Vielfalt und kulturelle Bedeutung des Tuffsteins sowie in das Leben der Menschen, die diesen Rohstoff über Generationen hinweg prägten, geboten bekamen.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Vulkan Brauerei ging die Reise gestärkt weiter. Während der Busfahrt vermittelte Walter Müller lebendig und fachkundig Wissenswertes über den Vulkanismus der Osteifel. Ein besonderes Highlight stellte anschließend die Besichtigung der historischen Lavakeller dar – ein weit verzweigtes Stollensystem aus der Zeit des Basaltabbaus, dass später von Mendiger Brauern als natürlicher Kühlraum genutzt wurde und einst als „größter Kühlschrank der Welt“ galt.
Den krönenden Abschluss bildete der Besuch des Römerbergwerk Meurin in Kretz. Hier tauchten die Teilnehmer tief in die Arbeitswelt römischer Bergleute ein, die bereits um 300 n. Chr. Tuffstein für bedeutende Bauwerke abbauten. Authentische Schauplätze, nachgestellte Arbeitsszenen sowie ein unterirdisches Heiligtum und ein Kino-Stollen machten die Geschichte eindrucksvoll erlebbar.
Am späten Nahmittag kehrte die Gruppe nach Weibern zurück – bereichert um zahlreiche neue Eindrücke und Erkenntnisse. Die gelungene Veranstaltung unterstrich einmal mehr die Bedeutung der engen Zusammenarbeit der Kooperationspartner. Schon jetzt blicken die Beteiligten mit Vorfreude auf die nächste gemeinsame Tour im Herbst, bei der die Westeifel im Mittelpunkt stehen wird.
