Eichenprozessionsspinner breiten sich in den Eichenwäldern der Region aus


Die Verbandsgemeinde Brohltal weist darauf hin, dass derzeit wieder verstärkt Nester des Eichenprozessionsspinners in den Eichenwäldern der Region festgestellt werden. Aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen hat sich die Raupenart vielerorts ausgebreitet und stellt eine Gesundheitsgefahr für Menschen und Tiere dar.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners besitzen ab dem dritten Larvenstadium feine Brennhaare, die das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Diese Haare können durch den Wind über größere Entfernungen verbreitet werden und auch noch lange Zeit nach dem Verlassen der Nester gesundheitliche Beschwerden verursachen.

Mögliche Gesundheitsfolgen beim Menschen sind:

  • Starker Juckreiz und Hautausschläge
  • Rötungen und Quaddelbildung
  • Reizungen der Augen
  • Husten, Atemwegsbeschwerden und allergische Reaktionen
  • In Einzelfällen schwere allergische Reaktionen

Auch Hunde, Pferde und andere Tiere können durch den Kontakt mit den Brennhaaren gesundheitlich beeinträchtigt werden. Besonders gefährdet sind Hunde, die beim Spaziergang mit Raupen oder Nestern in Berührung kommen.

Die Verbandsgemeinde Brohltal bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere beim Aufenthalt in Eichenwäldern, an Waldrändern sowie in Bereichen mit Eichenbeständen besondere Vorsicht walten zu lassen. Eltern werden gebeten, Kinder auf die Gefahren hinzuweisen und den Kontakt mit Raupen, Gespinsten und Nestern unbedingt zu vermeiden.

Verhalten bei möglichem Kontakt:

  • Betroffene Hautstellen nicht reiben.
  • Kleidung möglichst sofort wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen.
  • Gründlich duschen und Haare waschen.
  • Bei Augenreizungen die Augen mit klarem Wasser ausspülen.
  • Bei stärkeren Beschwerden oder Atemproblemen unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
  • Haustiere nach einem möglichen Kontakt gründlich untersuchen und bei Auffälligkeiten tierärztlich behandeln lassen.

Die Verbandsgemeinde bittet außerdem darum, festgestellte Nester nicht selbst zu entfernen. Sichtungen können dem Ordnungsamt per Mail an ordnungsamt@brohltal.de oder den jeweiligen Grundstückseigentümern gemeldet werden. Die Beseitigung sollte ausschließlich durch Fachfirmen mit entsprechender Schutzausrüstung erfolgen.

Die Verbandsgemeinde Brohltal bedankt sich für die Aufmerksamkeit und das verantwortungsvolle Verhalten der Bevölkerung, um Gesundheitsgefahren für Mensch und Tier möglichst zu vermeiden.